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Land fördert Projekt der Wilhelmshilfe

Bereits seit 2017 beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Kurzzeitpflege. Die Datenlage zeigt, dass es immer mehr Menschen gibt, die nach einem Krankenhausaufenthalt zusätzliche Pflege benötigen. Leider gibt es aber nicht genügend Plätze für Kurzzeitpflege, sowohl hier in der Region Göppingen als auch deutschlandweit.  

Um diesem Problem zu begegnen, haben wir ein Konzept für eine neuartige Kurzzeitpflege entwickelt, die besonders auf die Bedürfnisse von Menschen mit einer plötzlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes ausgelegt ist. Dabei haben wir uns an erfolgreichen Beispielen aus anderen Ländern, Qualitätsstandards und gesetzlichen Vorgaben orientiert. Im Jahr 2023 haben wir uns damit schließlich in einem aufwendigen Verfahren auf das Innovationsprogramm Pflege des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg beworben. Voller Stolz und Freude erhielten wir im Juni 2023 einen Förderbescheid für unser Projekt: Wir bekommen 1,2 Millionen Euro Fördergelder für unser innovatives Forschungsprojekt Post-ÜP! 

Unser Projekt, die „Poststationäre Übergangspflege“, richtet sich insbesondere an ältere Menschen, die nach einem Krankenhausaufenthalt nicht sofort wieder nach Hause zurückkehren können. Ältere Menschen und Menschen mit schwerwiegenden Krankheiten benötigen mehr Zeit zur Genesung. Durch verkürzte Krankenhausaufenthalte können jedoch Versorgungsbrüche auftreten, wie zum Beispiel ungeplante Wiedereinweisungen in die Klinik oder eine übereilte Aufnahme in eine Dauerpflegeeinrichtung. Wir möchten den betroffenen Menschen helfen, sich wieder zu erholen und die häusliche Versorgung stärken. Ziel ist, dass die Betroffenen wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren und darin auch möglichst lange verbleiben können.  

Erreicht werden soll dieses Ziel durch eine spezielle Pflege und ein breites Leistungsangebot, welches darauf abzielt, die Selbstständigkeit zu fördern und betroffene Menschen wieder fit für den Alltag zu machen. Zu unseren Leistungen gehören: Eine aktivierende Pflege, eine fachgerechte medizinische Behandlungspflege, umfangreiche Beratungs- und Schulungsangebote für Betroffene und ihre pflegenden An- und Zugehörigen, die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Hausärzt*innen, rehabilitative Bewegungs- und Alltagsübungen durch Physio – und Ergotherapeut*innen in unserem berufsgruppenübergreifenden Team sowie eine individuelle Nachversorgungsplanung durch unser sogenanntes Fallmanagement (Case Management).  

Weitere Besonderheiten unseres Angebots umfassen die Einführung eines Bezugspflegesystems, bei dem jedem Gast eine pflegerische Bezugskraft zugeordnet wird, die für die Dauer des Aufenthalts Ansprechpartner sein wird, ein höherer Personalschlüssel im Vergleich zur stationären Dauerpflege, moderne und helle Räumlichkeiten, digitale Pflegedokumentation sowie die Möglichkeiten für Mitarbeitende zur aktiven Mitgestaltung des Projektes.  

Das Projekt wird ab August 2024 an unserem Standort Karlshof in Göppingen (für weitere Informationen klicken Sie hier) angeboten. Insgesamt stehen 20 Plätze zur Verfügung. 

Außerdem wird unser Projekt durch die Hochschule Esslingen wissenschaftlich begleitet. Das Team um Professor Reinhold Wolke wird unter anderem untersuchen, ob die Versorgungsziele erreicht werden können und welchen (ökonomischen) Nutzen das Projekt hat. Unser Projekt läuft bis Ende 2026. Bei positiven Ergebnissen möchten wir die Poststationäre Übergangspflege dauerhaft im Karlshof Göppingen etablieren.  

Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, dieses Projekt durchführen zu können!